Lernen durch Lehren
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Raum 1 250
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Workshops I: 14:15-15:00 Uhr
Nils van den Boom (1.250): LdL im Informatikunterricht
LdL und Informatikunterricht – passt das zusammen? Wo liegen besondere Herausforderungen? Wie kann man besonders von LdL in der Informatik profitieren?
Um diese Fragen zu klären, wird der Workshop in drei Phasen gegliedert:
1. Brainstorming: Wie kann LdL im Informatik-Unterricht eingesetzt werden
2. LdL in der Praxis: Vorstellung einer durchgeführten LdL-Sequenz zur "Einführung in die Objektorientierung" mit Java. Diskussion.
3. LdL als ganzheitliches Konzept: Davon ausgehende Überlegungen wie man den kompletten Informatik-Unterricht mittels LdL umsetzen kann. Präsentation von Ideen und Erarbeitung von Konzepten (imperative Programmierung in Stufe 10, Nutzung von Web 2.0-Tools zur Unterstützung von LdL)
Workshops II: 15:15-16:00 Uhr
Rolf-Dieter Preller (1.250): LdL in der bildungspolitischen Zerreißprobe
Die Stärke von LdL - im Präsenzunterricht wie in Moodle - ist der Transformationsprozess von Information zu Wissen, das Beseitigen von Missverständnissen und Fehlern, das Evaluieren und Verwerfen, dessen Habitualisierung und Kommunikation erleichtert wird, indem LdL schülerorientiert und optimistisch vielfältige Kompetenzen fördert. Dabei ergeben sich neue Bi-Polartitäten: Anspruch und Wirklichkeit der G8-Reform, die Umsetzung des "Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen", die Patchwork-Familie und die Reduktion der Schüler auf den Ganztagesunterricht, um nur einige zu nennen. Und LdL strebt nicht eine Perfektion des Unterrichts an, den die "Schüler-in-Lehrkraft-Rolle" halten, insofern muss viel korrigiert, gefeilt und erklärt werden. Dafür aber erhellt sich bei LdL das sich organisierende Wissen im Nachhinein, wohingegen es im lehrerzentrierten Unterricht von Vornherein geordnet und linear dargeboten wird. Kritisch gilt es hierbei zu fragen, wo ist der "blind spot" unserer Aufmerksamkeitsökonomie? Kann die LdL spezifische kopernikanische Wende und ihre Prolegomina für eine zukünftige Bildung der Vorwegnahme des Faktischen genügen? Welche "labelling"-Klischees konstituieren heute gute Schulen? Das richtige geopolitische Einzugsgebiet, der Prozentsatz von Harz IV-Familien, Ausländeranteil, sozial-disorganisierte Schüler, PISA-Reformdruck oder die Individualisierung des Unterrichts? Zweifelsohne integrieren Wiki, Moodle, Web 2.0, das sogenannte Blended Learning - trotz Stofffülle und Leistungsreduktion - die Lernenden besser in den Unterricht. Doch auch ohne die Medienschelte der Illners und Maischbergers ist diese Generation wie sie ist. Wir haben keine andere. Wie also nehmen Schüler in Selbstreflektionen ihre eigene Situation wahr? Wie verlaufen Diskussionen mit kritischen Schülern, die ihrerseits zwangsweise zu Experten für Unterricht werden und geworden sind?
Workshops III: 16:30-17:15 Uhr
Christoph Streck (1.250): LdL aus Schülersicht
Was halten Schüler von der Methode LdL? Wie beurteilen Schüler die Anforderungen, die an den präsentierenden / moderierenden Schüler, die Klasse und den Lehrenden gestellt werden? Welche Probleme sehen Schüler in der Umsetzung dieser Methode? Ein Schülerfeedback aus der Oberstufe.
Letzte Änderung von Birgit May am 08.05.2009 um 14:26
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